Im Elfmeterschießen unterlegen!
Daniel Hlawatschek, 23.07.2012
Pott für immer nach Schweina
Voll auf ihre Kosten kamen 478 Zuschauer in Gumpelstadt beim Endspiel um den Moorgrundpokal. Nach einem 3:3 gewannen die Schweinaer Landesklassenfußballer das Elfmeterschießen gegen die Kreis-Oberligisten von Wacker Bad Salzungen 7:5.
Von Gert Hellmann
Gumpelstadt – Nach drei Pokalgewinnen in Folge bleibt die Trophäe endgültig im Besitz der SG Glücksbrunn. Ein Klassenunterschied war in der fairen, abwechslungsreichen Begegnung nicht auszumachen. Beide Mannschaften agierten herzerfrischend offensiv. Fischer (7.), bester Wackeraner, scheiterte nach klasse Anspiel von Weisheit an Torwart Tischer. Dessen Pendant Stern parierte den Schuss von Tobias Kley, nachdem der von Harnack freigespielt worden war (11.). Zwei Minuten später konnte Daniel Hlawatschek den Torschuss von Schellenberg gerade noch abblocken. Die Szenerie in den Strafräumen wechselte ständig. So hielt Tischer einen Knaller von Niebergall im großen Stil. Den Nachschuss setzte der laufstarke Wand über den Kasten (17.). Schellenberg scheiterte nach Anspiel vom Dermbacher Neuzugang Eduard Schmidt am glänzend reagierenden Stern. Als sich Weisheit gegen Beck durchsetzte und den Ball von der Grundlinie vor das Schweinaer Gehäuse schoss, kam Tobias Kley zwar vor dem einschussbereiten Niebergall an die Kugel, versenkte die aber im eigenen Kasten (43.). Die Glücksbrunner antworteten postwendend: Harnacks Hammer (44.) konnte Stern noch zur Ecke klären. Gegen den von Schellenberg an der Mauer vorbeigezirkelten Freistoß war er machtlos (45.).
Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff nutzte Schellenberg ein klasse Anspiel von Schmidt und erzielte in unnachahmlicher Art mit einem Schlenzer die 2:1-Führung für Schweina. Das rief die Salzunger wieder auf den Plan. Mit einer Traumkombination hebelten Fischer, Weisheit und Niebergall die ersatzgeschwächte Glücksbrunner Deckung aus. Letzterer brauchte das Leder nur noch einzulochen – 2:2 (57.). Nachdem Krnak nach Pass von Schmidt das Außennetz getroffen hatte (60.), knallte Niebergall den Ball nach Anspiel von Weisheit auf der Gegenseite an den Pfosten (62.). Als jedoch Schmidt im Wacker-Strafraum gefoult wurde (68.), verwandelte Scheel vom Punkt sicher zur erneuten Führung für das Landesklassen-Team. Alexander Scheel und Patrick Schellenberg hätten „den Sack zubinden“ können. Beide schossen danach das Spielgerät jedoch frei stehend am Tor vorbei (75./76.). So nutzte Fischer einen Steilpass in die große Lücke, welche die Schweinaer Deckung gelassen hatte, und erzielte mit platziertem Schuss den Ausgleichstreffer zum 3:3. Sein Salzunger Teamkamerad Patrick Niebergall ermöglichte den Zuschauern das Elfmeterschießen, denn er ließ die letzte Chance liegen, als er die Kugel frei vor dem Tor hauchdünn verpasste. Im Elfmeterschießen trafen Weisheit und Herrmann für die Wackeraner. Niebergall schoss neben das Tor, den Elfer von Torwart Stern parierte Hey ebenso glänzend wie zuvor Stern den von Harnack gehalten hatte. Nachdem Tobias und Mathias Kley schon für Schweina vom Punkt getroffen hatten, versenkten auch Scheel und als Letzter Schellenberg die Kugel mit knallharten Schüssen, womit der Pott und die 500 Euro Siegprämie gewonnen waren.
Bad Salzungen: Stern; Lüthke, Damaske, Fischer, Zweigelt, Groß, Wand, Niebergall, Walther, D. Hlawatschek, Weißheit (Hielscher, Herrmann, Kehr)
Schweina: Tischer, Hey; T. Kley, M. Kley, Storch, Krnak, Quade, Beck, Schellenberg, Schmidt, Harnack, Scheel (Heineck)
Runknagel (Barchfeld) – 478 – 1:0 T. Kley (43./ET), 1:1, 1:2 Schellenberg (45./50.), 2:2 Niebergall (57.), 2:3 Scheel (68/FE), 3:3 Fischer (78.)
Quelle:Freies Wort