SV Wacker 04 Bad Salzungen e.V.
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+++ 12. Salzpokalturnier des SV Wacker Bad Salzungen +++

Unbekannt, 06.01.2010

+++ 12. Salzpokalturnier des SV Wacker Bad Salzungen +++

Bad Salzungen - Keiner der zirka 600 Anhänger dürfte sein Kommen bereut haben, denn es wurde sehenswerter, technisch feiner Hallenfußball geboten, der in kaum einer Partie Spannung und klasse herausgespielte Tore vermissen ließ.

Zu dem stark besetzten Teilnehmerfeld gehörten auch drei Mannschaften des Fußballkreises Bad Salzungen. Am schlechtesten davon platzierte sich der Landesligavertreter SV Borsch. Die Mannen von Trainer Rainer Vogt kamen am Ende nur auf den enttäuschenden 8. Platz. Als Vierter ihrer Gruppe hatten sie gegen den Vierten der anderen Gruppe, Rot-Weiß Erfurt II, im entscheidenden Neunmeterschießen das Nachsehen.

Die Borscher taten sich schwer, ins Turnier zu kommen und mussten gleich im Auftaktspiel eine wohl vorentscheidende 0:2-Niederlage gegen die junge Vertretung der Gastgeber hinnehmen. Danach aber konnten sie sich steigern und bewahrten sich nach einem Sieg gegen Strakonice alle Chancen auf das Halbfinale. Da wurden auch einige feine Kombinationen gezeigt und die beiden Torjäger Glotzbach und Gimpel nutzten in dieser Phase ihre Chancen besser. Gegen die stark auftrumpfenden Suhler reichte es trotzdem nur zu einem 1:1-Unentschieden. So wurde das letzte Gruppenspiel der Rhöner gegen Schott Jena zu einer Art "Endspiel". Diese Begegnung bot den Zuschauern auch alles, was das Fußballherz begehrt. Feine Spielzüge, hervorragende Torwartparaden und eine Menge Tore. Bis wenige Sekunden vor Ultimo stand es noch 3:3. Beinahe wäre Gimpel sogar der Siegtreffer gelungen. Dieser hätte zum Halbfinaleinzug gereicht, doch der Ball verfehlte sein Ziel. So schlossen die Jenaer den Gegenzug mit dem 4:3 ab, der ihnen das Halbfinale bescherte und den SV Borsch auf Rang vier zurückwarf.

 

Gastgeber avancierte zur Überraschungsmannschaft

 

Die Überraschung des Turniers war zweifelsfrei das junge Wacker-Team. Als einziger Bezirksligist in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld gestartet, waren sie von Beginn an engagiert dabei. Hochmotiviert vom stimmungsvollen Anhang boten sie nicht nur technisch hervorragenden, sondern auch erfolgreichen Hallenfußball. Auch wenn in der Auftaktbegegnung gegen den Oberligisten Schott Jena noch 1:3 verloren wurde, bekam der Landesligist Borsch in der zweiten Partie die Spielstärke zu spüren und wurde 2:0 bezwungen. Auch ein 0:3 gegen den Suhler SV entmutigte Wacker nicht. Im Gegenteil: Es motivierte sie zu der "Galavorstellung" des Turniers. Was da gegen Strakonice geboten wurde, war in allen Belangen überzeugend und mit dem Rekordergebnis von 6:0 fegten die Johne, Hlawatschek, Kaufmann und Lemke den tschechischen Gast regelrecht vom Parkett. Dieser Sieg brachte noch Platz drei in der Gruppe und am Ende nach gewonnenem Neunmeterschießen gegen Ilmenau einen hervorragenden 5. Platz.

Noch einen Platz besser kam in der Endabrechnung Glücksbrunn Schweina ein. Die Mannschaft um die technisch ganz starken Harnack, Kolk, Schellenberg, Franke und Scheel zeigte eindrucksvoll, dass man sie nicht vor dem Schlusspfiff abschreiben darf. Denn nach der Auftaktniederlage von 1:2 gegen Ilmenau folgte in dieser starken Gruppe auch noch eine äußerst unglückliche 2:3-Niederlage gegen den ungarischen Drittligisten Mezökövesd. Eigentlich schon aller Chancen auf eine Halbfinalteilnahme beraubt, zeigten die Glücksbrunner in der Folge eine tolle Moral. Lohn dafür war in einem mitreißenden Spiel ein 3:1-Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt II. Ein Kabinettstückchen war danach die Begegnung gegen den alten und neuen Pokalsieger, den Oberligisten Borea Dresden. Nach spannungsgeladenen, hochklassigen zwölf Minuten war den Glücksbrunnern ein 2:1-Sieg und der Einzug ins Halbfinale gelungen.

Im ersten Halbfinalspiel hieß es am Ende 1:1-Unentschieden. Das Neunmeterschießen wurde von den Schweinaern verloren. Im kleinen Finale, dem Spiel um Platz drei, war den Glücksbrunnern der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken und die 1:3-Niederlage ging in Ordnung, sodass am Ende ein äußerst akzeptabler Rang vier herauskam.


Quelle:STZ - Südthüringer Zeitung