SV Wacker 04 Bad Salzungen e.V.
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+++ 14. Salzpokal +++

Marcus Weilmünster, 22.12.2011

+++ 14. Salzpokal +++

Mit dem Sieg der A-Jugend des FC Rot-Weiß Erfurt endete das 14. Salzpokal-Turnier.

Für Jubel sorgte der Gastgeber Wacker Bad Salzungen, der auf dem
dritten Platz einkam.


Von Ralf Ilgen
Bad Salzungen – Die 520 Besucher in der Werner-Seelenbinder-Halle bekamen
von den acht angetretenen Mannschaften wieder tollen Hallenfußball geboten. In den Spielen wurde es nur selten unfair. Schnelle Passfolgen, toll herausgespielte Chancen und toll aufgelegte Torhüter prägten
das Geschehen. Wenn es nach der Vorrunde einen Favoriten gab, dann war das die zweite Mannschaft von Dynamo Dresden. Der Oberligist gewann seine drei Vorrundenbegegnungen und zeigte tollen und kombinationssicheren Hallenfußball. Wacker Bad Salzungen schob sich auf den zweiten Rang in der Gruppe A. Zum Auftakt kamen die Gastgeber gegen Gotha schwer ins Spiel und mussten zunächst einen Rückstand hinnehmen. Zwei Treffer von Holger Johne, der sich gemeinsam mit dem Dresdner Oliver Merkel zum überragenden Akteur des Turniers herauskristallisierte, drehten das Spiel. Gegen Borsch fuhr Wacker einen klaren Erfolg ein, wobei Johne erneut doppelt traf. Die beiden anderen Treffer
zum 4:0-Erfolg steuerteWacker-Neuzugang Patrik Fischer (Carl Zeiss Jena) bei. Den dritten Gruppenplatz sicherte sich der arg ersatzgeschwächt angetretene SV Borsch. Mit Niklas Kraus und Thomas Loos sowie Torhüter Kevin Kiel hatte Trainer
Holger Gimpel nur drei Stammspieler zur Verfügung. Immerhin zeigten sie im abschließenden Gruppenspiel gegen Gotha (5:3), dass sie auch in dieser Besetzung siegen können.

Titelverteidiger enttäuscht


In der Gruppe B enttäuschte der Titelverteidiger Glücksbrunn Schweina. Zum Auftakt gegen die A-Junioren des FC Rot-Weiß hatten die Schweinaer noch etwas Pech. Sie lagen schnell 0:2 zurück und vergaben in der Folge ihre Chancen. Immer wieder scheiterten sie am RWESchlussmann, sodass am Ende eine
2:3-Niederlage zu Buche stand. Gegen Ilmenau lief Schweina ebenfalls schnell einem Rückstand hinterher. Erneut blieben die herausgespielten Chancen der Glücksbrunner ungenutzt. Sie wurden am Ende ausgekontert. Über das letzte Gruppenspiel der Glücksbrunner (1:8 gegen Suhl) deckt man lieber den Mantel
des Schweigens. Die A-Junioren des FC Rot-Weiß Erfurt besiegten nach dem Erfolg zum Auftakt gegen Schweina auch Suhl (2:1) und spielten im letzten Gruppenspiel remis. Für die Suhler traf Lars Müller im Spiel gegen Schweina gleich sechs Mal. Die knappe Niederlage gegen Erfurt (1:2) brachte sie trotz guter
Leistung aber um den Einzug ins das Halbfinale. Den sicherte sich Ilmenau. Was die Kombinationssicherheit angeht, stand die junge Truppe den Erfurtern kaum nach. So spielte sie auch remis gegen die Rot-Weißen. Gegen Schweina zeigten die Ilmenauer tolle Konter. Sie legten mit dem Sieg gegen den Titelverteidiger den Grundstein zum Halbfinaleinzug.


Tolle Halbfinalspiele
Die wohl beste Partie des Turniers war das erste Halbfinale. Dresden ging gegen Ilmenau gleich in der 1. Minute in Führung. Kurz nach dem Treffer von Lubisch glich Döring aus. Auch die erneute Dynamo-Führung (Merkel) egalisierten die Ilmenauer. Marc Fernando brachte Ilmenau erstmals in Front. Als beide Mannschaften wegen Zeitstrafen mit drei Akteuren auf der Platte standen, konnte
Dresden durch eine Eigentor ausgleichen. Genausch sorgte in der 11. Minute
für das 4:3 für Dynamo. Aber Ilmenau kam in der völlig offenen Partie noch mal zurück. Jüngling besorgte das 4:4, sodass ein Neunmeterschießen entscheiden musste. Hier hatten die Ilmenauer die besseren Nerven. Angefeuert von ihren Fans zeigten die Wackeraner im zweiten Halbfinale eine ganz starke Leistung. Holger Johne brachte seine Farben im Nachsetzen in Führung. Paul Müller glich
für Erfurt aus. Die Rot-Weißen, mit Felix Petter (Dorndorf) und Marian Glock (Floh-Seligenthal) spielten zwei Aktive aus der Region in ihren Reihen, machten in der Folge viel Druck. Die Gastgeber hielten aber sehr energisch dagegen. Obwohl Wacker-Schlussmann Blochberger ganz stark hielt, gelang Xavier Amaro das
2:1 für Erfurt. Die große Ausgleichchance vergab Völker, als er vor dem
leeren Tor in eine Eingabe von Fischer rutschte, damit Johne den Ball vom Fuß nahm, ihn aber nicht im leeren Kasten unterbringen konnte. Nach dem 1:3 (Müller) war das Spiel entschieden.


Holger Johne ausgezeichnet
Auch im kleinen Finale glänzten die Wackeraner. Fischer und Wand
schossen eine 2:0-Führung gegen Dresden heraus. Der jetzt im Tor stehende
Hofmann hielt ebenfalls glänzend, konnte das 2:1 aber nicht verhindern
(Deißner). Als die Dresdner weitere Chancen vergaben, war Johne auf der Gegenseite zur Stelle. Mit einem Doppelpass rissen die Wackeraner die Dynamo-Abwehr auf und Johne vollendete. Fischer staubte anschließend noch zum 4:1 ab. Zwar kam Dresden in der Schlussminute durch zwei Treffer noch mal heran,
am Sieg für die Gastgeber änderte dies aber nichts mehr. Das Finale war ebenso tempogeladen, aber lange nicht so spannend wie die Partie um Platz drei. Erfurt
ging durch Göbel früh in Führung. Durch hohe Ballsicherheit kontrollierte
die Erfurter Mannschaft das Geschehen in der Folge. Ihre Chancen nutzte sie aber nicht. So blieb die Partie offen, wenngleich sich Ilmenau nur selten Chancen herausspielen konnte. Nach dem 2:0 durch Raßmann war die Begegnung entschieden.

Rundum gelungen

So endete ein rundum gelungenes Salzpokal-Turnier. Dazu trug auch Hallensprecher Jan Kunath bei, der die Besucher auch über das Geschehen
in der Fußball-Bundesliga auf dem Laufenden hielt. Wenn etwas die tolle Stimmung in der Halle störte, dann waren es ein paar „Fans“, die sich nicht darauf beschränkten ihre Mannschaft anzufeuern. Vielmehr stimmten sie immer wieder
üble Schmähgesänge gegen die beiden weit gereisten Teams aus Dresden und Erfurt an. Das ist aber nur eine Randnotiz. Mit viel Jubel wurden neben den platzierten Mannschaften bei der Siegerehrung auch noch drei Aktive bedacht. Philipp Klewin (Rot-Weiß Erfurt) wurde als bester Torhüter des Turniers geehrt.
Der Dresdner Oliver Merkel bekam den Pokal für den besten Spieler des
Turniers und Wacker-Akteur Holger Johne wurde nach seinen acht Turniertreffern
als bester Torschütze ausgezeichnet.

 

Am 29.12.2012 findet der nächste Salzpokal statt.