SV Wacker 04 Bad Salzungen e.V.
Offizielle Homepage

C2-Jugend : Spielbericht

Kreisoberliga
1. Spieltag - 23.08.2026 10:00 Uhr
BSG Tiefenort   Wacker Bad Salzungen II
BSG Tiefenort 3 : 3 Wacker Bad Salzungen II
(0 : 2)

Spielstatistik

Tore

2x Adelin Oprisan, Abdulkadir Yikit

Assists

Gregor Ihling, Andrej Naumow

Zuschauer

40

Torfolge

0:1 (2')Adelin Oprisan (Gregor Ihling)
0:2 (34')Adelin Oprisan per Elfmeter
1:2 (36')BSG Tiefenort
1:3 (59')Abdulkadir Yikit (Andrej Naumow)
2:3 (69')BSG Tiefenort
3:3 (70')BSG Tiefenort

Wilder Derby-Auftakt am Krayenberg

Zum Auftakt in die neue C-Junioren Kreisoberliga lieferten sich die C2-Junioren der SG SV Wacker 04 Bad Salzungen II direkt ein Derby mit allem, was Fußball ausmacht: frühe Führung, intensive Zweikämpfe, viele Emotionen, ein sicher verwandelter Strafstoß, ein scheinbar vorentscheidender Treffer in der Schlussphase – und am Ende ein spätes 3:3.

Im Stadion Am Krayenberg in Kieselbach trennten sich die BSG Kali Werra Tiefenort und die Blau-Weißen aus Bad Salzungen nach 70 intensiven Minuten mit einem Unentschieden. Für die Kurstädter fühlte sich dieser Punkt direkt nach Abpfiff sicherlich eher wie zwei verlorene Zähler an. Nach einer 2:0-Führung zur Halbzeit und dem späteren 3:1 durch Abdulkadir Yikit sah vieles nach einem Auswärtssieg aus. Doch Kali Werra kam in der Schlussphase noch einmal zurück.

Trotz des bitteren Endes zeigte die Mannschaft von Trainer Christopher Lohr und Co-Trainer Carsten Rommel über weite Strecken einen mutigen und reifen Auftritt. Gerade für das erste Pflichtspiel in der neuen Altersklasse, auf dem Großfeld, im 11 gegen 11 und über 70 Minuten war das Derby ein echter Gradmesser.


Traumstart für die Kurstädter

Wacker erwischte einen Auftakt nach Maß. Bereits in der 2. Minute brachte Adelin Oprisan die Salzunger mit 0:1 in Führung. Der frühe Treffer gab der Mannschaft sofort Sicherheit und sorgte dafür, dass die Blau-Weißen gut in ihren Spielplan fanden.

In der Anfangsphase standen die Gäste kompakt, verteidigten aufmerksam und versuchten, nach Ballgewinnen schnell in die Tiefe umzuschalten. Besonders im Zentrum arbeitete Wacker mit guter Präsenz gegen den Ball, stellte wichtige Passwege zu und zwang Kali Werra immer wieder zu ungenauen Aktionen.

Auf dem Rasenplatz ging es dabei weniger um Schönspielerei, sondern um klare Abläufe: zweite Bälle sichern, Zweikämpfe führen, die Ketten geschlossen halten und nach vorne mit Tempo umschalten. Genau diese Basics setzte Wacker in der ersten Halbzeit lange sehr ordentlich um.


Adelin bleibt vom Punkt eiskalt

Mit zunehmender Spielzeit entwickelte sich ein kampfbetontes Derby, in dem beide Mannschaften viel investierten. Kali Werra versuchte, über Körperlichkeit und direkte Wege ins letzte Drittel zu kommen, während Wacker immer wieder über Umschaltmomente und schnelles Spiel nach vorne gefährlich wurde.

In der 34. Minute bot sich den Kurstädtern dann die große Chance, die Führung auszubauen. Nach einem Strafstoß übernahm Adelin Oprisan Verantwortung, blieb vom Punkt ruhig und verwandelte sicher zum 0:2.

Damit schnürte Adelin bereits vor der Halbzeit seinen Doppelpack. Der Zeitpunkt war aus Wacker-Sicht nahezu perfekt: Kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte man auf zwei Tore Abstand und belohnte sich für eine konzentrierte erste Hälfte.

Mit dem 0:2 zur Pause ging es in die Kabinen. Die Führung war verdient, weil Wacker in den ersten 35 Minuten wacher, griffiger und effizienter auftrat. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen passten über weite Strecken, die Restverteidigung stand ordentlich und offensiv wurden die entscheidenden Situationen konsequent genutzt.


Tiefenort kommt direkt zurück

Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Statik der Partie jedoch schnell. Kali Werra kam druckvoller aus der Pause, schob höher an und suchte nun früher den Weg in die Tiefe.

Direkt in der 36. Minute verkürzte Luca Asbrand auf 1:2. Dieser Treffer brachte neue Energie in das Spiel der Gastgeber und sorgte gleichzeitig dafür, dass Wacker wieder stärker unter Druck geriet.

Die Partie wurde nun offener. Die Kurstädter mussten mehr verteidigen, bekamen nicht mehr ganz so viel Ruhe in die eigenen Ballbesitzphasen und waren häufiger gezwungen, unter Druck schnelle Entscheidungen zu treffen. Genau in diesen Momenten zeigte sich, wie wichtig auf dem Großfeld Entlastung, Kommunikation und klare Staffelung sind.

Trotz des Anschlusstreffers hielt Wacker dagegen. Die Mannschaft blieb im Spiel, nahm die Zweikämpfe an und versuchte weiter, über schnelles Umschalten gefährlich zu bleiben.


Abdulkadir Yikit setzt das 1:3

In einer Phase, in der Kali Werra mehr Druck entwickelte, gelang Wacker die passende Antwort. In der 59. Minute traf Abdulkadir Yikit zum 1:3 und brachte die Blau-Weißen erneut mit zwei Toren in Führung.

Dieser Treffer war sportlich ein ganz wichtiger Moment. Wacker hatte den Anschlusstreffer verarbeitet, blieb offensiv gefährlich und nutzte einen seiner Angriffe konsequent aus. Gerade in einem Derby ist so ein Tor enorm wertvoll, weil es dem Gegner eigentlich den Schwung nehmen kann.

Das 1:3 zeigte auch, dass die Salzunger Jungs in der Lage sind, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten und mit Tempo in gefährliche Räume zu kommen. Genau diese Umschaltmomente waren über die gesamte Partie hinweg eine wichtige Waffe der Gäste.


Späte Schlussphase kostet den Sieg

In der Schlussphase wurde es dann bitter aus Wacker-Sicht. Kali Werra warf noch einmal alles nach vorne, während die Kurstädter zunehmend tiefer verteidigen mussten. Die Entlastung nach Ballgewinn gelang nicht mehr so häufig wie zuvor, wodurch der Druck der Gastgeber weiter zunahm.

In der 69. Minute traf erneut Luca Asbrand zum 2:3. Plötzlich war das Derby wieder komplett offen. Nur eine Minute später folgte der nächste Nackenschlag: Wieder war es Luca Asbrand, der in der 70. Minute zum 3:3-Endstand traf.

Für Wacker war dieser späte Ausgleich extrem ärgerlich. Nach einer langen Führung und einem zwischenzeitlichen 3:1 kurz vor Schluss hatte man den Auswärtssieg bereits vor Augen. Am Ende blieb aber nur ein Punkt.

Solche Schlussphasen gehören jedoch ebenfalls zum Lernprozess in der C-Jugend. Auf dem Großfeld reicht es nicht, ein Spiel über weite Strecken gut zu führen. Es muss auch in den letzten Minuten mit Ruhe, Cleverness und konsequenter Entlastung zu Ende gespielt werden.


Viele gute Ansätze trotz spätem Rückschlag

Auch wenn sich das Ergebnis unmittelbar nach Abpfiff enttäuschend anfühlte, zeigte der Auftritt viele positive Dinge. Die Wackeraner starteten mutig, verteidigten in der ersten Halbzeit sehr ordentlich und nutzten ihre Chancen effektiv.

Besonders die erste Halbzeit war ein Schritt nach vorn: gute Kompaktheit, klare Zweikampfführung, saubere Raumaufteilung und eine hohe Effizienz vor dem Tor. Dazu kam eine ordentliche Organisation gegen den Ball, wodurch Kali Werra lange kaum klare Räume fand.

Gleichzeitig zeigte die Partie aber auch, woran weiter gearbeitet werden muss. Gerade in Druckphasen braucht die Mannschaft mehr Entlastung, mehr Ruhe im Ballbesitz und eine bessere Absicherung gegen lange Bälle. Auch die Konzentration in der Schlussphase wird ein Thema bleiben, denn Spiele auf dem Großfeld können sich innerhalb weniger Minuten komplett drehen.


Stimme zum Spiel

Trainer Christopher Lohr ordnete den Saisonauftakt nach dem Abpfiff sachlich ein:

„Die Jungs haben über weite Strecken ein gutes Auswärtsspiel gemacht und besonders in der ersten Halbzeit vieles richtig umgesetzt. Nach dem 3:1 müssen wir das Spiel ruhiger zu Ende bringen und mehr Entlastung schaffen. Der späte Ausgleich ist natürlich bitter, aber für den ersten Spieltag auf dem Großfeld nehmen wir viele positive Dinge mit. Daraus müssen wir lernen und weiterarbeiten.“

Auch insgesamt zeigte der Auftritt, dass die Mannschaft in der neuen Liga konkurrenzfähig ist. Jetzt gilt es, die guten Phasen länger stabil auf den Platz zu bringen und aus solchen Spielen die richtigen Schlüsse zu ziehen.


Fazit

Die C2-Junioren der SG SV Wacker 04 Bad Salzungen II starten mit einem 3:3 im Derby bei der BSG Kali Werra Tiefenort in die neue Kreisoberliga-Saison.

Nach Toren von Adelin Oprisan in der 2. Minute und per Strafstoß in der 34. Minute sowie Abdulkadir Yikit in der 59. Minute sah Wacker lange wie der Sieger aus. Zwei späte Gegentreffer in der Schlussphase verhinderten jedoch den Auswärtssieg.

Ein Punkt zum Auftakt, viele gute Ansätze und eine klare Aufgabe für die nächsten Wochen: Die Kurstädter müssen lernen, solche Spiele über die komplette Spielzeit konsequent zu kontrollieren.


Auf geht’s Wacker! 💙🤍⚽


Quelle: Carsten Rommel

Fotos vom Spiel



Vorbericht zum Spiel