C2-Jugend : Spielbericht
3. Spieltag - 06.09.2026 10:00 Uhr
| SG FSV Eintracht Wechmar | Wacker Bad Salzungen II | |||
![]() |
6 | : | 0 | ![]() |
| (1 | : | 0) | ||
Aufstellung
| B. Merovci (32' C. Othman) |
A. Naumow (58' L. Franke) |
||
| A. OprisanC | J. Ihling | ||
| P. Konzewoi (32' G. Ihling) |
E. Noori | ||
| J. Detling | |||
| M. Aldarwish (56' F. Bawey) |
L. Becker | ||
| A. Aldarwish | |||
| A. Salamov | |||
Spielstatistik
Gelbe Karten
Mahmoud Aldarwish, Paul Konzewoi, Lukas-Alexander FrankeZuschauer
45Torfolge
| 1:0 (12') | SG FSV Eintracht Wechmar |
| 2:0 (40') | SG FSV Eintracht Wechmar |
| 3:0 (46') | SG FSV Eintracht Wechmar |
| 4:0 (48') | SG FSV Eintracht Wechmar |
| 5:0 (58') | SG FSV Eintracht Wechmar |
| 6:0 (68') | SG FSV Eintracht Wechmar |
C2 zahlt in Wechmar Lehrgeld
Am 3. Spieltag der C-Junioren Kreisoberliga mussten die C2-Junioren der SG SV Wacker 04 Bad Salzungen II ihre erste deutliche Niederlage der noch jungen Saison hinnehmen. Beim Auswärtsspiel gegen die SG FSV Eintracht Wechmar unterlagen die Blau-Weißen auf dem Sportplatz Wandersleben mit 0:6.
Das Ergebnis fällt klar aus – dennoch erzählt es nicht die komplette Geschichte des Spiels. Über weite Strecken der ersten Halbzeit hielten die Kurstädter gut dagegen, arbeiteten diszipliniert gegen den Ball und blieben auch nach dem Seitenwechsel zunächst im Spiel. Bis zur 40. Minute war die Partie trotz Rückstand noch offen. Erst danach nutzte Wechmar seine Chancen konsequent und entschied die Begegnung deutlich für sich.
Für die Mannschaft von Trainer Christopher Lohr und Co-Trainer Carsten Rommel war es ein intensiver Prüfstein auf dem Großfeld – gegen einen Gegner, der körperlich präsent, zielstrebig und in den entscheidenden Räumen sehr effektiv auftrat.
Wacker lange stabil im Spiel
Die Kurstädter wussten, dass in Wechmar ein schwer einzuschätzender Gegner wartet. Das Rätsel an der Seitenlinie wurde dabei gelöst: Für die Gastgeber war diesmal Christian Thron verantwortlich.
Wacker begann konzentriert und versuchte, die Räume im Zentrum eng zu halten. Gegen den Ball arbeiteten die Blau-Weißen zunächst ordentlich im Verbund, schoben kompakt nach und wollten Wechmar nicht ungestört in die Tiefe kommen lassen.
Gerade in der Anfangsphase war zu erkennen, dass die Mannschaft bereit war, das Auswärtsspiel über Einsatz, Laufbereitschaft und klare Grundordnung anzunehmen. Es ging viel über zweite Bälle, Zweikämpfe im Mittelfeld und die Frage, wer nach Ballverlusten schneller wieder Zugriff bekommt.
Rückstand nach zwölf Minuten
In der 12. Minute ging Wechmar durch Danilo Schröter mit 1:0 in Führung. Der Treffer war aus Wacker-Sicht ärgerlich, brachte die Mannschaft aber zunächst nicht aus dem Konzept.
Die Gäste blieben weiter im Spiel, verteidigten mit viel Aufwand und versuchten, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Offensiv fehlte jedoch häufig der letzte saubere Anschluss. Viele Aktionen wurden früh unter Druck gesetzt, wodurch Wacker selten in kontrollierte Angriffe bis ins letzte Drittel kam.
Trotzdem war die erste Halbzeit kämpferisch absolut in Ordnung. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen passten phasenweise gut, die Bereitschaft gegen den Ball war vorhanden, und Wechmar musste für seine Räume arbeiten.
Mit einem 0:1-Rückstand ging es in die Pause – ein Spielstand, der Wacker weiter alle Möglichkeiten offenließ.
Bis zur 40. Minute bleibt Wacker dran
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen. Wacker kam mit der Aufgabe aus der Pause, weiter kompakt zu verteidigen und sich nicht zu früh aus der Ordnung ziehen zu lassen.
Bis zur 40. Minute gelang das über weite Strecken ordentlich. Die Mannschaft kämpfte, verschob nach Kräften und hielt die Begegnung trotz des Rückstands im Rahmen. Gerade dieser Abschnitt zeigte, dass Wacker auch gegen einen spielstarken Gegner Phasen kontrollieren kann, wenn Kompaktheit, Laufarbeit und Kommunikation stimmen.
Dann schlug Wechmar erneut zu. In der 40. Minute erzielte Danilo Schröter das 2:0. Dieser Treffer veränderte die Dynamik des Spiels deutlich. Wacker musste mehr Risiko gehen, die Räume wurden größer, und die Gastgeber bekamen mehr Möglichkeiten, ihr Tempo auszuspielen.
Doppelschlag entscheidet die Partie
Nur wenige Minuten später wurde es richtig bitter. In der 46. Minute erhöhte Philipp Paul auf 3:0, ehe Felix Byner in der 48. Minute das 4:0 nachlegte.
Dieser schnelle Doppelschlag nahm Wacker endgültig die Luft aus dem Spiel. Die Blau-Weißen hatten bis dahin viel investiert, mussten nun aber erkennen, wie konsequent Wechmar offene Räume bestraft. Gerade auf dem Großfeld machen sich solche Phasen sofort bemerkbar: Wenn die Kettenabstände größer werden und die Restverteidigung nicht mehr sauber greift, entstehen gefährliche Situationen fast zwangsläufig.
In der 51. Minute sah Mahmoud Aldarwish nach einer unsportlichen Aktion die Gelbe Karte. Auch das passte in eine Phase, in der Wacker viel hinterherarbeiten musste und zunehmend unter Druck geriet.
Wechsel bringen frische Kräfte
Wacker versuchte, mit Wechseln neue Energie auf den Platz zu bringen. Unter anderem kamen Gregor Ole Ihling für Bledian Merovci, Chawder Halo Othman für Paul Konzewoi, Fabio Bawey für Mahmoud Aldarwish sowie Lukas-Alexander Franke für Andrej Naumow in die Partie.
Die Wechsel sollten helfen, die Laufwege wieder besser zu schließen und in der Schlussphase noch einmal Stabilität zu bekommen. Die Mannschaft gab sich nicht auf, arbeitete weiter gegen den Ball und versuchte, zumindest einzelne Entlastungsangriffe zu setzen.
Wechmar blieb jedoch griffig, körperlich präsent und vor dem Tor sehr konsequent.
Wechmar nutzt die Schlussphase
In der 58. Minute traf Felix Byner zum 5:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Danilo Schröter, der in der 68. Minute das 6:0 erzielte und damit seinen Dreierpack perfekt machte.
Am Ende stand ein deutliches Ergebnis, das vor allem durch die zweite Halbzeit zustande kam. Wacker hatte lange dagegengehalten, verlor nach dem 2:0 aber zunehmend den Zugriff. Wechmar nutzte diese Phase sehr effektiv und zeigte, warum solche Spiele auf dem Großfeld über die komplette Spielzeit Konzentration verlangen.
Für die Blau-Weißen war es ein Spiel, das sportlich weh tut, aber gleichzeitig wichtige Hinweise für die weitere Arbeit liefert.
Was bleibt: klare Aufgaben statt langer Gesichter
Ein 0:6 ist deutlich und muss auch so eingeordnet werden. Trotzdem war die Partie kein Spiel ohne Ansatzpunkte. Die erste Halbzeit und die Phase bis zum zweiten Gegentor haben gezeigt, dass die Mannschaft mit Ordnung, Laufbereitschaft und Zweikampfwille auch gegen starke Gegner mithalten kann.
Der Unterschied lag vor allem in der Konsequenz. Wechmar nutzte seine Möglichkeiten zielstrebig, während Wacker nach Ballgewinnen zu selten für echte Entlastung sorgen konnte. Dadurch musste die Mannschaft viele Meter gegen den Ball machen, was auf dem Großfeld mit zunehmender Spielzeit Kraft kostet.
Für die kommenden Wochen sind die Themen klar: mehr Ruhe am Ball, bessere Anschlussaktionen nach Ballgewinn, stabilere Abstände zwischen den Ketten und mehr Widerstandsfähigkeit nach Gegentreffern. Genau an diesen Punkten wird weiter gearbeitet.
Stimme zum Spiel 🎙️
Trainer Christopher Lohr ordnete die Partie sachlich ein:
„Das Ergebnis ist am Ende deutlich, aber wir haben bis zur Halbzeit und auch nach der Pause lange ordentlich dagegengehalten. Nach dem 2:0 verlieren wir zu schnell die Ordnung und bekommen dann innerhalb kurzer Zeit zu viele Gegentore. Wichtig ist, dass die Jungs verstehen, dass wir über 70 Minuten konzentriert bleiben und nach Ballgewinnen besser für Entlastung sorgen müssen.“
Auch Co-Trainer Carsten Rommel sieht in der Niederlage wichtige Erkenntnisse:
„Wechmar war heute sehr effektiv und hat unsere Fehler konsequent genutzt. Trotzdem war nicht alles schlecht. Die Jungs haben lange gekämpft und gezeigt, dass sie Phasen stabil verteidigen können. Jetzt geht es darum, aus genau diesen Phasen mehr Sicherheit mitzunehmen und weiter an den Details zu arbeiten.“
Dank und Ausblick
Ein Dank geht an Schiedsrichter Max Graf für die Spielleitung sowie an die Gastgeber der SG FSV Eintracht Wechmar für das Spiel.
Ein besonderer Dank gilt außerdem den mitgereisten Eltern, Familien und Unterstützern, die unsere C2 auch auswärts begleitet und die Jungs von außen unterstützt haben. Gerade nach schwierigen Spielen ist dieser Rückhalt wichtig und zeigt, dass die Mannschaft nicht nur auf dem Platz zusammensteht.
Auch wenn die Niederlage deutlich ausfiel, bleibt für Wacker der Blick nach vorn. Die Saison ist jung, die Mannschaft befindet sich weiter im Anpassungsprozess an die C-Jugend, das Großfeld und die höheren Anforderungen der Kreisoberliga.
Jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen, im Training weiter sauber zu arbeiten und im nächsten Spiel wieder mit neuer Energie aufzutreten.
Fazit
Die SG SV Wacker 04 Bad Salzungen II verliert auswärts bei der SG FSV Eintracht Wechmar mit 0:6. Bis zur Halbzeit und auch noch bis zur 40. Minute hielten die Kurstädter gut dagegen, ehe Wechmar nach dem zweiten Treffer die Kontrolle übernahm und die Partie deutlich entschied.
Eine Niederlage, die weh tut – aber auch eine, aus der die Mannschaft wichtige Erkenntnisse für die nächsten Wochen mitnehmen kann.
Auf geht’s Wacker! 💙🤍⚽
Quelle: Carsten Rommel


