D2-Jugend : Spielbericht
7. Spieltag - 24.09.2025 17:30 Uhr
| FS Ein. Eisenach | Wacker Bad Salzungen II | |||
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1 | : | 3 | ![]() |
| (1 | : | 1) | ||
Aufstellung
Spielstatistik
Tore
3x Olti SylejmaniAssists
Emran Noori, Paul Konzewoi, Besfort KrasniqiZuschauer
20Torfolge
| 0:1 (6') | Olti Sylejmani (Paul Konzewoi) |
| 1:1 (12') | FS Ein. Eisenach |
| 1:2 (55') | Olti Sylejmani (Emran Noori) |
| 1:3 (61') | Olti Sylejmani (Besfort Krasniqi) |
Starker Auftritt nach der Pause – Wacker D2 ringt Eintracht Eisenach nieder
Die D2-Junioren des SV Wacker 04 Bad Salzungen haben am Mittwochabend in einem hart umkämpften Auswärtsspiel beim FSV Eintracht Eisenach einen wichtigen 3:1-Erfolg gefeiert. Unter schwierigen Windbedingungen tat sich die Mannschaft zunächst schwer, fand aber nach der Halbzeitpause zurück zu alter Stärke und drehte die Partie mit einer deutlich verbesserten Leistung. Matchwinner war Olti Sylejmani, der mit drei Treffern den Unterschied machte.
Holprige erste Halbzeit – Chancenwucher und Unsicherheit
Von Beginn an war klar, dass es kein einfaches Spiel werden würde. Ein kräftiger Wind fegte über den Kunstrasenplatz Katzenaue, lange Bälle fanden kaum Abnehmer, und Wackers sonst so sicheres Kombinationsspiel wollte nicht richtig ins Rollen kommen. Zwar gelang bereits in der 6. Minute die frühe Führung durch Olti Sylejmani nach schöner Vorarbeit von Paul Konzewoi, doch Sicherheit brachte der Treffer nicht.
Nur sechs Minuten später nutzte die Eintracht eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft zum Ausgleich durch Ferhad Alhusseini (12.). In der Folge verpasste Wacker gleich mehrfach, das Spiel wieder in die richtige Bahn zu lenken: Zwei vergebene Neunmeter sowie etliche ungenaue Abschlüsse ließen die mitgereisten Fans verzweifeln. Symbolisch für die erste Hälfte war die Körpersprache – zu oft wirkte Wacker hektisch und unkonzentriert, während Eisenach sich in jeden Zweikampf warf.
„Wir waren in der ersten Halbzeit wie blockiert. Der Wind hat uns das Leben schwer gemacht, aber das darf keine Ausrede sein. Wir haben uns die Bälle gegenseitig zugeschoben, ohne wirklich Überzeugung im Abschluss. Das war nicht der Fußball, den wir eigentlich spielen können“, analysierte Trainer Christopher Lohr später kritisch.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff sah Hannes Arnold von Eisenach noch die Gelbe Karte (30.+1). So ging es mit einem enttäuschenden 1:1 in die Kabinen.
Kabinenansprache als Wendepunkt
Was in der Halbzeitpause folgte, war eine klare Ansage von Trainer Lohr. Er forderte mehr Mut, mehr Pressing und vor allem mehr Leidenschaft. „Wir mussten den Jungs einmal deutlich sagen, dass wir gerade drauf und dran waren, die Partie aus der Hand zu geben. Danach hat man sofort gespürt: Sie haben verstanden, worum es geht. Plötzlich war Feuer drin, plötzlich war da dieser Ehrgeiz, den Gegner unter Druck zu setzen“, so Lohr.
Auch Co-Trainer Carsten Rommel bestätigte den Wendepunkt: „Das war ein ganz anderer Auftritt nach der Pause. Auf einmal wurde jeder Zweikampf angenommen, das Passspiel lief flacher und direkter, und man hat gesehen, dass die Mannschaft das Spiel unbedingt gewinnen wollte.“
Starke Einzelaktionen und ein überragender Keeper
Besonders hervorzuheben war die Leistung von Mika Bastian Ostrowski zwischen den Pfosten. In der 50. Minute parierte er spektakulär gegen einen Eisenacher Angreifer und verhinderte den Rückstand – ein Schlüsselmoment, der das Spiel endgültig zugunsten von Wacker kippen ließ. Über die gesamte Partie hinweg war Ostrowski ein sicherer Rückhalt und strahlte Ruhe aus.
Auch Verteidiger Karl Hornung zeigte eine bärenstarke Partie. Mehrfach klärte er in höchster Not und verhinderte so gefährliche Konter der Gastgeber.
Vorne war es einmal mehr Olti Sylejmani, der den Unterschied machte. In der 55. Minute schob er nach Vorarbeit von Emran Noori überlegt zum 1:2 ein. Und als Eisenach in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, schlug Wacker eiskalt zu: Wieder war es Sylejmani, diesmal bedient von Besfort Krasniqi, der in der 60.+1. Minute den Endstand von 1:3 herstellte. Ein klassischer „Killerinstinkt“-Moment, der das Spiel entschied.
Unterstützung aus der D1
Besonderer Dank gilt erneut der Unterstützung aus der D1. Mats Dürhagen und Leon Rommel, beide aus demselben Jahrgang, fügten sich nahtlos ins Team ein und unterstrichen damit, wie eng die Zusammenarbeit zwischen D1 und D2 bei Wacker ist. Das Miteinander innerhalb des Jahrgangs ist inzwischen ein echtes Faustpfand und sorgt für zusätzliche Qualität und Tiefe im Kader.
Tabellenlage und Ausblick
Mit dem Sieg klettert Wacker II auf Platz 2 der Tabelle und hat nun 15 Punkte auf dem Konto. Spitzenreiter bleibt der Langenfelder SV mit 18 Punkten – das Titelrennen bleibt also spannend.
Schon am kommenden Sonntag, den 28. September 2025, um 11:00 Uhr, steht das nächste Highlight an: In der 2. Runde des Kreispokals empfängt Wacker II auf dem Kunstrasenplatz Werra-Energie-Stadion die BSG Kali Werra Tiefenort II. Mit dem Rückenwind des Auswärtssieges will die Mannschaft auch hier ein Ausrufezeichen setzen.
„Dieser Sieg hat uns noch enger zusammengeschweißt. Wir wissen jetzt, dass wir auch nach einer schwachen Halbzeit zurückkommen und Spiele drehen können. Genau dieses Selbstvertrauen nehmen wir mit in die nächste Aufgabe“, blickte Trainer Lohr optimistisch nach vorne.
Co-Trainer Rommel fasste abschließend zusammen: „Das war ein Stück Arbeit, aber am Ende ein verdienter Sieg. Jetzt gilt es, den Schwung mitzunehmen und im Pokal das nächste Kapitel zu schreiben.“
Auf geht’s Wacker! 💙🤍⚽
Quelle: Carsten Rommel


