1.Mannschaft : Spielbericht
13. Spieltag - 22.11.2025 14:00 Uhr
| Schweina Gumpelstadt | Wacker Bad Salzungen | |||
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6 | : | 1 | ![]() |
| (2 | : | 0) | ||
Aufstellung
| B. Cibo | |||
| R. Luther | E. Leusche | ||
| P. Pulkus (50' C. Seidel) |
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| M. Haj Mousa (34' T. Pichler) |
K. Peter (56' A. Schel) |
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| E. Bauer (64' T. Hübner) |
C. Herbst | ||
| L. Schmidt | M. Berg (46' C. Klein) |
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| P. KonjevicC | |||
Spielstatistik
Tore
Roman LutherGelbe Karten
Philipp Konjevic, Eric Bauer, Charlie SeidelZuschauer
300Torfolge
| 1:0 (9') | Schweina Gumpelstadt |
| 2:0 (18') | Schweina Gumpelstadt |
| 3:0 (51') | Schweina Gumpelstadt |
| 3:1 (61') | Roman Luther |
| 4:1 (74') | Schweina Gumpelstadt |
| 5:1 (78') | Schweina Gumpelstadt |
| 6:1 (90') | Schweina Gumpelstadt |
Derbyklatsche
Kantersieg beim Comeback des Jahres
Ein Rückkehrer feiert nach langer Verletzung seinen Punktspieleinstand im Derby zwischen dem FC Schweina-Gumpelstadt und dem SV Wacker Bad Salzungen.
Die mit Spannung erwartete Partie im Oberland endete mit einem klaren 6:1-Sieg für die Glücksbrunner. Sie halten damit Anschluss an die Tabellenspitze, während sich die Kreisstädter weiterhin tief im Abstiegsstrudel befinden.
Knapp 300 Zuschauer wollten trotz der frostigen Witterung das Duell der beiden alten Rivalen sehen. Sie bekamen von Beginn an zumindest aus Sicht der Gastgeber eine kurzweilige, gutklassige und wohltuend faire Partie geboten. Die favorisierten Glücksbrunner übernahmen vom Anpfiff weg das Kommando. Bei guter Raumaufteilung ließen sie mit Kurzpassspiel Ball und Gegner laufen und sorgten meist für Torgefahr, wenn sie über die rechte Seite kamen, wo der schnelle Kilian Pfaff von Wackers Abwehr nicht zu stellen war. Er war es auch, der bereits nach acht Minuten mit seinem Flügellauf den ersten Treffer vorbereitete. Seine präzise Flanke fand den mitlaufenden Moritz Wilhelm, der das Leder aus drei Metern unter die Latte wuchtete (1:0/7.).
Die Gäste versteckten sich danach keinesfalls. Mutig versuchten sie mit langen Bällen über die Außen offensive Akzente zu setzen. Als sich Schweinas Hintermannschaft einen „dicken Bock“ leistete, lag der Ausgleich in der Luft. Wilhelm hatte den Ball viel zu kurz in Richtung FC-Torhüter zurückgespielt. Erik Michael Leische roch den Braten und nur eine Großtat von Schlussmann Pascal Holland-Moritz bereinigte die Situation (15.). Kurz darauf leisteten sich die Gäste einen ähnlichen, völlig missglückten Rückpass. Der aber wurde rigoros bestraft. Kilian Pfaff startete durch, zog alleine aufs Tor zu und schob überlegt zum 2:0 (18.) ein.
Dominanz der Gastgeber
Im weiteren Verlauf wurde die Dominanz der Platzherren noch deutlicher. Hinten ließen sie so gut wie nichts mehr zu und nagelten Wacker in der eigenen Hälfte fest. Die versuchten, so gut es ging, die Lücken zu stopfen, konnten aber nicht verhindern, dass die Glücksbrunner zu weiteren Riesenchancen kamen. Moritz Wilhelm (25./40.), Hannes Lichtenhahn (30.) und Elias Piechatzek hätten daraus definitiv mehr machen müssen. Als bei der 2:0-Führung des FC zum Pausentee gebeten wurde, war das für die Gäste ein schmeichelhaftes Resultat, für die Gastgeber eher ein ärgerliches, weil sie, wie so häufig, Chancenwucher betrieben hatten.
Pfaff erzielt wuchtigen Kopfballtreffer
Die zweite Halbzeit bot dasselbe Bild. Die Glücksbrunner waren im Vorwärtsgang und kamen, wie in Abschnitt eins, wieder zu einem frühen Treffer. Nach klasse Vorarbeit von Moritz Wilhelm auf der linken Seite segelte dessen butterweiche Flanke zum langen Pfosten, wo Kilian Pfaff seine gute Leistung dieses Tages mit wuchtigem Kopfball ins kurze Eck krönte (3:0/51.). Damit waren eigentlich alle Messen gelesen, doch die Gastgeber selbst waren es, die Wacker noch einmal ins Spiel brachten.
Zwanzig Minuten für Adrian Vogt
Ein Missverständnis in der zentralen Abwehr eröffnete Roman Luther die Chance, durchzustarten und die nutzte er konsequent mit überlegtem Abschluss (3:1/61.). Die Wirkung war unübersehbar. Fortan geriet Schweinas Spielfluss ins Stottern und die Weisheit-Schützlinge witterten Morgenluft. Unverdrossen, mit hohem Einsatz und gegenseitigem Anfeuern demonstrierten sie, das sie an sich glaubten und dass die Moral intakt war. Zu großen Chancen auf den Anschlusstreffer kam es zwar nicht, aber sie erreichten zeitweise Gleichwertigkeit auf dem Platz.
Dann kam der Moment, den alle Glücksbrunner Anhänger herbeigesehnt haben. Adrian Vogt, der zu Saisonbeginn nach einjährigem Gastspiel in Hessen nach Schweina zurückgekehrt und in dieser Saison als Sturmpartner von Kilian Pfaff geplant war, kam nach seiner Knieverletzung vor dem Saisonstart zu seinem ersten 20-Minuten-Einsatz im Punktspiel. Beinahe hätte er sich sofort in die Torschützenliste eingetragen, scheiterte aber zweimal am stark reagierenden Philipp Konjevic im Wacker-Tor.
Den Spielstand schraubten andere in die Höhe. Jeweils nach einem Eckstoß trafen David Arnold (4:1/74.) und Hannes Lichtenhahn (5:1/78.). Mit schöner Einzelleistung, die all seine Klasse und Routine zeigte, machte David Arnold in der Schlussminute das halbe Dutzend voll (6:1/90).

