SV Wacker 04 Bad Salzungen e.V.
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1.Mannschaft : Spielbericht

Landesklasse Staffel 3
25. Spieltag - 01.05.2026 14:00 Uhr
VfL Meiningen 04   Wacker Bad Salzungen
VfL Meiningen 04 5 : 2 Wacker Bad Salzungen
(1 : 2)

Spielstatistik

Tore

Belmin Cibo, Justin Maximilian Frank

Gelbe Karten

Belmin Cibo, Justin Maximilian Frank

Torfolge

0:1 (11')Justin Maximilian Frank
0:2 (29')Belmin Cibo
1:2 (42')VfL Meiningen 04
2:2 (47')VfL Meiningen 04
3:2 (80')VfL Meiningen 04
4:2 (88')VfL Meiningen 04
5:2 (90')VfL Meiningen 04

Spielbericht

  

Wackers Kräfte reichen nicht ganz

Wacker Bad Salzungen zeigt eine ansprechende Leistung in Meiningen, muss sich trotz Führung aber geschlagen geben. Warum wurde es am Ende nichts mit Punkten?

Mit einigem Selbstbewusstsein dürften die Wackeraner aus Bad Salzungen zum Punktspiel nach Meiningen angereist sein. Nicht nur die zuletzt gezeigten Leistungen mit vier Siegen in Folge trugen dazu bei. Vielmehr war es auch die Erinnerung daran, dass sie es waren, die dem VfL Meiningen in seiner dominanten Aufstiegssaison 2023/24 die einzige Niederlage beigebracht hatten. Und das auch noch in Meiningen.

Dementsprechend sollte auch die Heimelf gewarnt sein, die sich zuletzt wieder formstabil präsentierte. Die nahm den Gegner aber scheinbar auf die leichte Schulter. So sah es jedenfalls VfL-Trainer Marcel Kißling. „Wie wir vor der Pause aufgetreten sind war eine Einstellungsfrage, das war Alibi-Fußball. Da denkt so mancher, dass wir Gegner aus der unteren Tabellenhälfte im Schongang bezwingen können. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen“, sagte er. „Ich denke, dass der Sieg hinten raus noch verdient war“, so der VfL-Trainer.

Zunächst lief in Meiningen aber nicht das Spiel, sondern nur das Wasser. Ein Rasensprenger legte just in dem Moment mit seiner Arbeit los, als die Teams aufs Feld liefen. Da es zehn Minuten dauerte, ehe man die Bewässerungsanlage abstellen konnte, begann die Partie mit Verspätung. Als es losging, präsentierte sich der Gast lauffreudig, presste hoch und provozierte viele Fehler in der fahrig wirkenden VfL-Abwehr. So kam Justin Frank nach einem Katastrophenpass von Sauerbrey frei vor dem Tor zum Schuss und setzte die Kugel ins kurze Eck zum 0:1 (10.). Kurz darauf eine ähnliche Szene, aber Blochberger im VfL-Kasten verhinderte Schlimmeres, weil er den Ball, erneut von Frank abgefeuert, aus dem Winkel fischen konnte. Meiningen tat sich weiter schwer und Wacker zeigte Biss. Als Cibo vor dem Strafraum nicht angegriffen wurde, zimmerte er das Leder aus 19 Metern in den Winkel (0:2/28.).

„Wir waren richtig gut im Spiel und haben auch verdient geführt. Wir waren mutig, sind hoch angelaufen und haben uns belohnt. Sehr ärgerlich war das Gegentor vor der Pause, als unsere Freistoßmauer aufging“, so Christopher Groß, der bei Wacker den noch gesperrten Matthias Weisheit vertrat. Jamie Huber war es, der mit seinem Freistoßtreffer kurz vor der Pause die Wende einleitete, als er den Ball durch die Wacker-Mauer zum 1:2 ins Tor schoss (43.).

Nach dem Seitenwechsel fiel schnell der Ausgleich. Und das war der erste Streich von VfL-Kapitän Marcus Weyer. Der passte einen zu kurz abgewehrten Ball nach außen auf Sauerbrey, lief danach in den Strafraum, wo er die gefühlvolle Eingabe von rechts frei stehend aus fünf Metern ins Tor bugsierte (2:2/47.). Bad Salzungen schaffte selten Entlastung, weil der flinke Leusche nicht mehr so zum Zug kam und auch bei Frank und Cibo, die beide weite Wege gegangen waren, die Kraft nachließ.

Weyer schnürt den Dreierpack

Das 3:2 fiel erst in der 79. Minute. Und wieder war es Weyer, der zur Stelle war. Wacker konnte nach einer Eingabe nicht klären und der VfL-Kapitän, erneut sträflich allein gelassen, staubte ab. Danach verpassten Samimi und Henning die Entscheidung. Die besorgte dann Landgraf aus Nahdistanz (88.), ehe Weyer seinen Dreierpack schnürte und am langen Pfosten per Kopf nach einer kurz ausgeführten Ecke zum 5:2-Endstand traf (90.). Wacker zeigte über weite Strecken, warum es zuletzt Siege in Serie gab und wird mit dem da getankten Selbstvertrauen die noch nötigen Punkte holen. So sah das auch Christopher Groß. „Hinten raus hat uns die Kraft gefehlt, aber der Gegner war nicht irgendwer und wir müssen hier nicht gewinnen. Das war heute kein Rückschlag für uns. Wir nehmen die ersten 80 Minuten als Maßstab für das, was wir dann nächste Woche wieder zeigen müssen“, sagte er.


Quelle: Insüdthüringen.de