1.Mannschaft : Spielbericht
20. Spieltag - 21.03.2026 14:00 Uhr
| 1. Suhler SV 06 | Wacker Bad Salzungen | |||
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2 | : | 0 | ![]() |
| (1 | : | 0) | ||
Aufstellung
| B. Cibo | |||
| E. Leusche (64' R. Luther) |
C. Seidel | ||
| P. PulkusC | |||
| M. Haj Mousa (73' J. Frank) |
D. Strom (75' K. Peter) |
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| E. Bauer | G. Serban | ||
| T. Pichler | M. Berg | ||
| D. Ader | |||
Spielstatistik
Gelbe Karten
Marvin BergTorfolge
| 1:0 (21') | 1. Suhler SV 06 |
| 2:0 (88') | 1. Suhler SV 06 |
Spielbericht
Erst kalte Dusche, dann kalt duschen
Bad Salzungen erlebt aktuell keine schöne Zeit. Der Trainer dürfte bald eine lange Sperre erhalten, das Remis gegen Suhl bleibt aus und dann ist auch noch das Wasser eiskalt.
Fast wollte es der Betreuer von Wacker Bad Salzungen nicht glauben, was ihm Suhls Trainer Steffen Kolk nach dem Spiel im Auestadion im Kabinengang des Sportlerheims mitzuteilen hatte. Ja, in den Duschen der Umkleiden läuft tatsächlich seit geraumer Zeit nur noch kaltes Wasser. Nicht nur in der Gästekabine, sondern überall.
Die eiskalten Schockmomente im Sanitärtrakt fügten sich für die akut abstiegsbedrohten Bad Salzunger am Samstag (21. März) ein in allgemein ziemlich bescheidende Tage. Da ist die 0:2-Niederlage gegen den 1. Suhler SV, die auch ein 1:1-Remis hätte werden können, nur ein weiterer Nackenschlag, der die Stimmung beim Tabellenvorletzten trübt.
Auf zwei Krücken verlässt Abwehrspieler Tamino Pichler am Samstag die Gästekabine. „Da ist wahrscheinlich der Fuß kaputt. Er kann nicht auftreten. Es ist bestimmt was Schlimmeres. Der wird jetzt erstmal ausfallen, denke ich“, kommentiert Trainer Mathias Weisheit die Verletzung. Als Pichler gegen Ende der zweiten Halbzeit vom Feld muss, haben die Gäste alle drei mitgebrachten Ersatzspieler bereits eingewechselt. Bad Salzungen beendet die Begegnung zu zehnt.
Auch auf Wackers Cheftrainer Weisheit dürfte im Laufe der neuen Woche eine lange Zwangspause zukommen. In Erfurt wird das Sportgericht des Thüringer Fußball-Verbandes eine Szene vom vorangegangenen Landesklasse-Spieltag noch einmal Revue passieren lassen. Gegen Ifta konnte sich Weisheit zwar über den ersten Sieg seiner Elf seit Mitte November freuen. Doch als einer seiner Spieler unschön gefoult wird, lässt sich Weisheit zu einem Schimpfwort hinreißen, das einem der Unparteiischen nicht entgeht. Sechs Wochen Sperre könnten die Folgen des kleinen verbalen Fehlgriffs sein, schätzt der 43-Jährige.
Fritz und „Ferrari“ harmonieren
Am Samstag verfolgt Mathias Weisheit die Partie gegen Suhl hinter der eigenen Trainerbank und dem Absperrzaun. Er sieht unter anderem, wie Suhls Firas „Ferrari“ Alshuweesheen (auf der ungewohnten Rechtsaußen-Position) und Chris Fritz als Sturmpartner immer besser miteinander harmonieren. Zweimal wiederholt sich ein identisches Muster: ein langer gerader Ball auf der linken Seite in den Lauf von Chris Fritz und ein anschließender Querpass in die „Box“. In der 21. Spielminute wird das durch das 1:0 von Alshuweesheen belohnt. Bei der Wiederholung in der 29. Minute pariert Salzungens Schlussmann Dorian Ader stark (ebenso den Kopfball von Fritz nach dem folgenden Eckball).
Doch der 1. Suhler SV bleibt sich auch in diesem Spiel treu. Man kreiert durchaus viele gute Ansätze für Torabschlüsse, vermasselt jedoch den finalen Schritt. Nur zwei andere Teams der Landesklasse haben in dieser Saison weniger Treffer erzielt als der SSV.
So kann auch das in dieser Spielzeit offensiv noch harmlosere Bad Salzungen (und mit 61 Gegentoren schlechteste Team der Staffel) sehr lange auf ein 1:1-Remis wie im Hinspiel hoffen. Vor allem aus der zweiten Reihe wird es gefährlich. Einen Distanzschuss von Kapitän Phil Pulkus lenkt der nicht immer sichere Tobias Börner im Suhler Tor zur Ecke (70.). Zehn Minuten später kann der Keeper des SSV einen Freistoß von Justin Frank nur prallen lassen. Aber auch diese Aktion bleibt für Wacker am Ende ohne Ertrag.
Janek Kunze macht’s wie Arjen Robben
Die aufgekeimte Hoffnung zerstört schließlich ein 18-Jähriger. Nach dem angeordneten Positionswechsel aus der eher ungeliebten Rolle des linken Außenverteidigers ins bevorzugte Mittelfeld kann Suhls Janek Kunze in den letzten Minuten der Partie aufblühen. In Manier eines Arjen Robben zieht der Linksfuß von rechts ins Zentrum, trifft den Ball rund 25 Meter vor dem Tor satt mit dem Vollspann und netzt zum 2:0 ein (88.).
Zumindest der Suhler Youngster war sich zu jeder Zeit sicher, dass sein Team die drei Punkte an diesem Tag nicht mehr hergeben würde. „Wir haben nicht viel zugelassen. Ich habe eigentlich nur drauf gewartet, bis wir das 2:0 machen. Mir war schon klar, dass wir nichts mehr kriegen und nichts mehr anbrennen lassen“, sagt Janek Kunze nach dem Schlusspfiff. Am kommenden Freitag, 18.30 Uhr, wird es noch mehr als sein unbekümmertes Selbstbewusstsein brauchen. Dann muss der 1. Suhler SV zum VfL Meiningen.
Quelle: Insüdthüringen.de

